In dieser Kurve stürzte ich mit dem Fahrrad, ich kürzte den Weg im Schotter ab und die Reifen rutschten weg, wie eingezeichnet.
Fahrrad

Fahrrad Sturz -> Leichtsinn kommt vor dem Fall

Ich war der festen Überzeugung, mir kann das nie passieren, ein Sturz mit dem Fahrrad.

Meine Fahrweise ist überwiegend defensiv und übervorsichtig, ich bin ein richtiger Angstbremser. Nun hat es mich doch erwischt, auch noch mit meinem neuen Fahrrad und das kam so…

In der Tat, ganz ehrlich, ich bin seit meiner Kindheit nicht mehr mit dem Fahrrad gestürzt, also etwa 40 Jahre lang!

Eine leichte Korrektur der Aussage muss ich einräumen, einmal kippte ich im Stand um, quasi in Zeitlupe, auf einem Grünstreifen im Feld. Ich war damals mit Klickpedalen noch nicht vertraut. Bei einer Ausfahrt hielt ich an und habe wirklich „vergessen“ die Füße auf den Boden zu stellen. Fast in Zeitlupe kippte ich ganz langsam um und fiel auf den Grünstreifen eines Feldwegs. Einfach nur dumm, so ist das Leben…

 

 

Sturz aus Leichtsinn, Kurven sollte man nicht schneiden

In dieser Kurve stürzte ich mit dem Fahrrad, ich kürzte den Weg im Schotter ab und die Reifen rutschten weg, wie eingezeichnet.
Sturzkurve, hier stürzte ich im Schotter. Foto: VeloKickRun (2020)

 

Bin ich nicht selten dämlich?

Ich fürchte, ich bin es!

 

Auf einer meiner Hausstrecken war ich flott unterwegs, mit meinem recht neuen Pedelec.

Das Rad ist sehr minimalistisch ausgestattet, es verzichtet sogar auf eine Gangschaltung. Der einzige und lang übersetzte Gang gibt dem Rad Tempo und so fahre ich das Rad betont flott bis sportlich.

So nun auch auch hier, auf einem asphaltierten Land- und Wirtschaftsweg, der auch als Überland Radweg dient.

Der Weg macht hier bei Grünberg-Beltershain ein paar 80-110 Grad Richtungswechsel, also überwiegend etwas mehr oder weniger als ein rechter Winkel.

 

Ich hatte es gerade eilig, sehr eilig, denn ich wollte auf den letzten Kilometern der Runde noch etwas Tempo machen, die Durchschnittsgeschwindigkeit etwas anheben. Der gefahrene Durchschnitt liegt überwiegend bei 26-28 km/h, ich fahre also überwiegend über der Abregelgrenze der motorischen Unterstützung, die ich nur mäßig einsetze.

Besonders clever war das nicht, wie ich inzwischen einräumen muss, denn es führt zum Sturz.

 

 

Slick Reifen eignen sich nicht für Kurvenfahrten auf Schotter

Das vorstehende Bild zeigt meine Sturzkurve, ich habe den Sturz darin skizziert.

Nachdem das Vorderrad im Schotter die Haftung verlor und ich zum Sturz kam, verbleiben deutliche Spuren des Staubs
Staubspuren nach dem Sturz am Vorderrad. Foto: VeloKickRun (2020)

Kurz zuvor, auf der Strecke, ging es noch leicht bergan und ich überholte gerade ein Fahrrad ziemlich flott, kurz vor der Kurve.

Die Strafe folgte stehenden Fuße:

  • vor der Kurve zu wenig das Tempo reduziert, zu wenig gebremst
  • die etwa 100 Grad Kurve geschnitten und dabei auf Schotter geraten
  • in der Kurve auf Schotter weiter gebremst, die Reifen verloren die Haftung
  • falsche Reifenwahl, Slicks gehören auf Asphalt
  • zu wenig Fahrkönnen, um den unvermeidbaren Sturz abfangen zu können

Das Fahrrad ist mit 35-622 Schwalbe Kojak Slick Reifen ausgestattet. Die Reifen sind wirklich glatt wie Kojak’s Glatze.

Auf Asphalt laufen die Reifen perfekt, sie sind ein sehr guter Kompromiss aus Leichtlauf, Fahrdynamik, Fahrkomfort und Pannensicherheit.

Es dürfte selbstverständlich sein, abseits sauberen Asphalts können die Reifen rutschig werden und das habe ich nun selbst erfahren müssen.

Aktuell ist die Landschaft sehr trocken und staubig, so zeigt das Bild rechts auch deutlich Staubspuren am Reifen und an der Felge.

 

 

 

 

 

Mit einer Staubwolke ging ich zu Boden

Wie schade, dass ich nicht Beobachter meines Sturzes war, die Staubwolke war sicherlich beeindruckend.

Im Rausch der Geschwindigkeit ist mir entgangen, dass ich gerade stützte.

Ich habe den Sturz nicht bewusst wahrgenommen. Erst als ich da auf dem Boden lag, im Staub, um mich herum nur noch umherziehende Staubwolken sah, dachte ich mir, was mache ich hier auf dem Boden?

Warum liege ich jetzt plötzlich im Dreck und huste in die Staubwolken, eben gerade fuhr ich doch noch rasant mit dem Rad?

In dieser Kurve stürzte ich mit dem Fahrrad, ich kürzte den Weg im Schotter ab und die Reifen rutschten weg, wie eingezeichnet.
Sturzkurve, hier stürzte ich im Schotter. Foto: VeloKickRun (2020)

Ich hatte mich nach rechts seitlich abgelegt und lag schön gestreckt im Dreck, wie es das Bild skizziert.

Mein Rad hatte ich zwischen den Beinen und dessen Lenker in den Händen.

Wirklich weh tat mir nichts, was aber wohl auch am Schock lag, denn ich habe keine Sturz Erfahrung und bin in diesen Dingen nicht geübt.

Nach wenigen Sekunden der Besinnung sprang ich auf, klopfte mir etwas den Staub vom Trikot, schwang mich auf meinen Drahtesel und eilt die restlichen 8 km meinem Wohnort entgegen.

Während der Fahrt sah ich auf meiner rechten Wade die Kratzspuren das Schotters auf der Haut und etwas Blut.

 

 

Der körperliche Schaden

Wie die Bilder zeigen, hält sich der körperliche Schaden in Grenzen.

Meine rechte Schulter, auf die ich fiel, nahm keinen Schaden, ebenso blieb das Trikot und die Radhose unbeschädigt.

 

Am rechten Bein habe ich mich leicht verletzt. So zeigt das links Bild die frischen Kratzer am Knie und an der Wade. Tiefe Wunden habe ich nicht, aber eben allerhand Kratzer, teilweise blutend. Na wenigsten ist mein Tetanus Impfschutz gegeben.

Das rechte Bild zeigt die Wunden 2 Tage nach dem Sturz.

Langsam heilen die Kratzer ab, so ist nach etwa 2 Wochen nicht mehr viel zu sehen.

 

 

Der Materialschaden

Ganz ohne Materialschaden ging der Sturz leider nicht über die Bühne.

Wie bereits erwähnt,  am Trikot, der Radhose und den Handschuhen gab es keine Beschädigung.

 

 

Das Fahrrad kam am Oberrohr des Rahmen zu Schaden

Kleiner Sturzschaden am Rahmen meines Coboc One Rome Fahrrads. Ein Schotterstein bohrte sich in das Oberrohr.
Kleiner Sturzschaden am Oberrohr. Foto: VeloKickRun (2020)
Kleiner Sturzschaden am Rahmen meines Coboc One Rome Fahrrads. Ein Schotterstein bohrte sich in das Oberrohr.
Kleiner Sturzschaden am Oberrohr. Foto: VeloKickRun (2020)

 

 

 

 

 

 

 

 

Es ärgert mich doch sehr, dass mein noch recht neues Pedelec nun eine kleine Schramme am Oberrohr das Rahmens hat.

Offensichtlich bohrte sich die Spitze eines Basalt Schottersteins in den Aluminium Rahmen.

Weitere Schäden gibt es an dem Rad nicht, selbst die Carbon Gabel ist ohne Kratzer. Mit einem schwarzen wasserfesten Stift werde ich die kleine Schramme am Oberrohr kaschieren und bin letztlich froh darüber, keine ernsthaften Schäden an dem schönen Rad zu haben.

 

 

Der Helm zeigt leichte Spuren des Sturzes

Mein Torch T2 Helm, nach dem Sturz fast unbeschädigt, man sieht den Schaden nur bei genauer Betrachtung.
Torch T2 Helm, man sieht ihm den Sturz fast nicht an. Foto: VeloKickRun (2020)

Etwas mehr als mein Fahrrad, litt mein Helm, damit hat er seinen Zweck erfüllt.

Dieser Sturz zeigte mir deutlich, wie sinnvoll es sein kann, einen Helm zu tragen. Pflicht sollte er nicht werden, doch ich werbe gerne und nun noch überzeugter dafür, ihn zu tragen.

Ich verwende verschiedene Helme, hier beim Sturz war es mein Torch T2, ein Helm mit integrierter Beleuchtung vorne und hinten. Ich schätze den Helm nicht nur dafür, sondern auch für seine recht geschlossene Bauform an kühleren Tagen.

Im linken Bild ist der Schaden am Helm vorne rechts an der Stirnseite, rechts unterhalb der Leuchteinheit kaum erkennbar.

Die Helmschale wirkt zunächst unversehrt, doch wenn ihr genau auf das Bild schaut, erkennt ihr feine weiße Schrammen vorne rechts an der Stirn, die Spuren des groben Schotters.

 

 

Mein Torch T2 Helm nach dem Sturz. Im Detail ist vor der rechten Stirn der Schaden erkennbar. Schottersteine hinterlassen Spuren in der Helmschale.
Torch T2 Helm, im Detail ist der Sturzschaden erkennbar. Foto: VeloKickRun (2020)

Das Detailbild zeigt den Schaden deutlicher.

Die grob gebrochenen Schottersteine haben deutliche Spuren auf der Helmschale hinterlassen.

An den weißen Flecken ist erkennbar, dass hier die Kunststoff-Helmschale leicht eingedrückt wurde.

Tief sind sie Schrammen nicht, etwa 1-2mm.

Ich bin davon überzeugt, dass der Unterbau des Helms keinen Schaden nahm und die äußere Beschädigung rein optische Mängel aufweist, die Funktion und den Schutz des Helms jedoch nicht beeinträchtigt.

Der Helm ist noch fast neu, ich habe ihn erst Ende 2019 angeschafft und fahre ihn neben meinem Rennrad und dem MTB Helm.

 

Bei diesem Bild möchte ich mir nicht vorstellen, wie meine Stirn und Schläfe aussähe, wenn ich keinen Helm getragen hätte.

 

 

 

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